Wasserpflanzen vermehren

Die meisten Aquarianer träumen von einem Unterwasserdschungel in ihrem Becken. Ich zeige dir, wie du Wasserpflanzen ohne Kosten und mit geringem Aufwand selbst vermehren kannst.

Die Vermehrung von Aquarienpflanzen läuft etwas anders ab als bei Landpflanzen. Im Aquarium ist die Blüte und damit die Samenbildung der Pflanzen ein eher seltenes Ereignis. Eine Ausnahme bildet die Gruppe der Wasserähren (Aponogeton-Arten).

Trotzdem musst du nicht auf einen dichten, selbst gezogenen Pflanzenbestand in deinem Aquarium verzichten.

Vermehrung durch Stecklinge

Viele Stängelpflanzen kannst du ganz einfach durch Stecklinge vermehren. Stecklinge von LudwigiaDenn diese Arten können Adventivtriebe aus Stängelknoten bilden. Das bedeutet, du brauchst nur einen Stängelknoten, um daraus eine neue Pflanze zu ziehen. Bei Wasserpflanzen mit paarigen Blättern, wie z. B. Ludwigien, wächst meistens aus jeder Blattachsel ein Trieb.

Eine eingewöhnte Stängelpflanze kannst du problemlos mehrfach teilen. Daraus entstehen mehrere Stecklinge. Das macht den Kauf von neuen Pflanzen überflüssig. Die Anzucht der Stecklinge erledigst du am besten in dem Aquarium, in dem die Aquarienpflanzen dann stehen sollen. So müssen sich die Pflanzen nicht erst an die neue Umgebung gewöhnen und du erreichst schnell einen dichten Pflanzenbestand.

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Vermehrung durch Ausläufer

Eine ganze Reihe von Wasserpflanzen vermehren sich durch Ausläufer. Vallisnerien vermehren sich durch AusläuferEin bekanntes Beispiel sind die verschiedenen Cryptocorynen-Arten. Hier dauert es länger als bei den Stängelpflanzen. Unter den passenden Bedingungen können diese Pflanzen mit der Zeit aus nur wenigen Elternpflanzen eine dichte Vegetation bilden.

Oft geradezu rasant passiert die Vermehrung durch Ausläufer bei den verschiedenen Vallisnerien-Arten. In meinen Aquarien „wandern“ die Ausläufer der Riesen-Vallisneria oft an der Front- und Heckscheibe entlang. Da muss ich der Ausbreitung rechtzeitig Einhalt gebieten.

Vermehrung durch Adventivpflanzen

Die Echinodorus-Arten, auch Amazonas-Schwertpflanzen genannt, sind ebenfalls äußerst beliebte Aquarienpflanzen. Sie vermehren sich zumindest bei mir nur selten durch Ausläufer. Stattdessen bilden sie Adventivpflanzen an den Blütentrieben. Dann ist Geduld gefordert. Hat sich eine Blüte ausgebildet, solltest du dich an ihr bis zum Verblühen erfreuen. Dann haben die Adventivpflanzen auch schon ausreichend Wurzeln gebildet und können eingepflanzt werden.

Ich habe es mir bei meinen Echinodoren zur Angewohnheit gemacht, meistens die Mutterpflanze durch eine Adventivpflanze zu ersetzen. So habe ich immer einen relativ jungen und vitalen Pflanzenbestand. Aber das kann jeder halten, wie er will.

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Die Vermehrung durch Adventivpflanzen findet auch bei einer äußerst beliebten Aquarienpflanze, dem Sumatrafarn (Ceratopteris), statt. Diese Wasserpflanze kann im Aquarium auf viele Arten verwendet werden. In den Bodengrund eingepflanzt ist sie sehr wuchsfreudig und als Solitärpflanze in jedem Aquarium ein echter Blickfang.

Als Schwimmpflanze verwendet, ist der Sumatrafarn besonders bei Haltern von Labyrinthfischen beliebt. Die Fische lieben es, zwischen den Schwimmblättern ihr Schaumnest zu bauen. Neben den zahlreichen Blättern bildet der schwimmende Sumatrafarn mit der Zeit auch ein Wurzeldickicht, das für Jungfische ein ausgezeichnetes Versteck ist.

Wenn du einen großen Bedarf an Wasserpflanzen hast, kannst du für die Vermehrung deiner Wasserpflanzen auch ein eigenes Aquarium einrichten. Dieses Becken sollte über eine möglichst große Grundfläche verfügen und der Wasserstand sollte relativ flach sein. Üblicherweise reichen etwa 20 cm völlig aus. Nicht vergessen darfst du, dass viele Aquarienpflanzen für optimales Wachstum eine gewisse Wasserströmung brauchen. Hier leistet ein entsprechend dimensionierter Außenfilter gute Dienste.Viele Wasserpflanzen kannst du mit Stecklingen vermehren

Wasserpflanzen, die zu groß werden, kannst du bedenkenlos in deine Fischbecken übersiedeln. Dieses Aufzuchtaquarium sollte möglichst stark beleuchtet werden. Vergleicht man die Helligkeit in unseren Aquarien mit der Einstrahlung in freier Natur, weiß man, wie wenig Licht unsere Wasserpflanzen normalerweise bekommen.

In Zeiten der teuren Energie wäre es ideal, wenn das natürliche Tageslicht die Beleuchtung übernimmt.

Fazit für die Vermehrung von Wasserpflanzen

Bei unseren Aquarienpflanzen spielt die Vermehrung durch Samen nur eine sehr untergeordnete Rolle. Aber viele sehr beliebte und dekorative Arten lassen sich durch Stecklinge, Ausläufer oder durch Adventivpflanzen sehr einfach vermehren.

Wenn sich die Pflanzen in deinem Aquarium wohlfühlen, steht einem dichten Dschungel in deiner kleinen Wasserwelt nichts mehr im Wege.

Gerhard Rogenhofer

Gerhard ist ein passionierter Aquarianer mit über 30 Jahren Erfahrung in der Pflege und Zucht von Fischen und Wirbellosen. Als geprüfter Zoofachhändler hat er Expertenwissen in den Bereichen Aquarienpflege, Wasserchemie und Fischgesundheit.

Gerhard hat zahlreiche Artikel und Beiträge zum Thema Aquaristik veröffentlicht und teilt hier seine Expertise mit Dir. Wenn er sich nicht gerade mit seinen Aquarien beschäftigt, genießt er so oft es geht seinen Garten und die freie Natur.
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