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Wie du mit einer Osmoseanlage perfektes Wasser für gesunde Fische erzeugst

Da ich Zierfische mit den unterschiedlichsten Ansprüchen pflege und züchte, habe ich schon vor einigen Jahren eine Osmoseanlage gekauft. Diesen Entschluss habe ich noch nie bereut.

Auch für dich kann es ganz einfach sein, vitale und langlebige Fische zu pflegen. Der richtige Einsatz von Osmosewasser erleichtert auch die Zucht vieler Fischarten enorm.

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Damit auch du von meiner langjährigen Erfahrung profitieren kannst, habe ich diesen Artikel geschrieben. Hier erfährst du alles, was du für den optimalen Betrieb einer Osmoseanlage wissen musst.

Wer braucht eine Osmoseanlage?

In vielen Gegenden Deutschlands ist das Wasser aus der Leitung alles andere als fischgerecht. Das betrifft primär die Wasserhärte und den Nitratgehalt. Diese Werte sind oft zu hoch für die artgerechte Pflege von Fischen und Garnelen.

Die wichtigsten Werte für den Aquarianer sind die Karbonathärte (dKH) und in die Gesamthärte, auch deutsche Härte (dGH) und werden in Grad (°) angegeben. Wenn du alles über die Wasserhärte genau wissen willst, wirf einen Blick auf diese Seite.

Hier sind einige Beispiele für Wasserwerte in einigen deutschen Städten:

StadtGesamthärte °dHNitrat mg/l
Berlin14,3-22,421,0-66,0
Braunschweig3,4-7,04,8
Darmstadt17,9-19,39-20,7
Hamburg5,4-17,50,2-9,3
Heidelberg2,5-20,91,0-21,0
Köln14,0-17,720,0
Leipzig8,5-18,62,7-26,0
München15,86,0
Regensburg17,028,0
Salzgitter3,120,1-37,6
Würzburg25,0-43,120,1-37,6

Quelle: Wikipedia

Wie du siehst, gibt es enorme Unterschiede. In Salzgitter hast du fast ideales Weichwasser mit einer sehr geringen Nitratbelastung. In Würzburg möchte ich lieber kein Zierfisch sein. Eine Wasserhärte von über 40 °dGH und eine Menge Nitrat im Trinkwasser halten wohl nur wenige Fische auf Dauer aus.

Aber auch innerhalb einer Stadt kann es je nach Wohnort gewaltige Unterschiede geben. Zwischen 5,4 °dGH und 17,5 °dGH schwankt der Wert alleine in Hamburg. Und auch mit dem Nitrat ist es nicht besser: Das Wasser kommt teilweise praktisch nitratfrei aus der Leitung. Ebenso kann der Nitratgehalt bis nahezu 10 mg/l betragen.

Die genauen Wasserwerte für deinen Standort teilt dir dein lokaler Wasserversorger mit.

Wie viel Nitrat sollte im Aquarium sein?

Wenn du nur das Wohlbefinden deiner Fische im Auge hast: gar keines!

Nun ist es aber so, dass die meisten Aquarien auch bepflanzt sind. Für die Wasserpflanzen ist Nitrat ein lebensnotwendiger Dünger.

Deswegen wirst du wohl oder übel einen Kompromiss eingehen müssen. Nach meiner Erfahrung sollte der Nitratwert nicht auf Dauer über 25 mg/l betragen. Bei höheren Werten steigt die Gefahr von Algenproblemen. Auch für die Tiere sind zu hohe Nitratwerte schädlich. So bekommen die beliebten Zwerggarnelen der Gattung Caridina schon bei einem Nitratgehalt von über 10 mg/l massive Probleme.

Das Nitrat in deinem Aquarium kannst du mit einem Test ganz einfach überprüfen.

Woher kommt das Nitrat?

Nitrat ist eine relativ ungiftige Verbindung im Stickstoffkreislauf. Auf dieser Seite erfährst du alles Wesentliche über den Ablauf des Stickstoffabbaus. Vereinfacht gesagt „entsteht“ der Stickstoff im Aquarium über abgestorbene Pflanzenteile, Futterreste und den Ausscheidungen der Tiere.

Wenn du dann auch noch stark mit Nitrat belastetes Leitungswasser hast, sind schlimme Probleme vorprogrammiert. Dann brauchst du unbedingt eine Osmoseanlage für zuhause.

Mit einer Osmoseanlage fürs Aquarium reinigst du das Leitungswasser, bevor es deinen Lieblingen schaden kann.

Funktion einer Osmoseanlage

Genauso wie ich verwenden die meisten Aquarianer eine Osmoseanlage dazu, das Wasser für das Aquarium zu enthärten. Aber eine Osmoseanlage kann noch viel mehr für dich tun.

Eine Osmoseanlage beruht auf dem Prinzip der semipermeablen Membran. Semipermeabel bedeutet so viel wie halbdurchlässig.

Filtert diese Membran also nur die Hälfte der im Wasser gelösten Stoffe aus? Diese Annahme wäre falsch. Die semipermeable Membran filtert nahezu alle Teilchen aus, die größer als ein Wassermolekül sind. Glücklicherweise sind das die meisten für das Aquarium wesentlichen Stoffe wie Karbonat, Nitrat und Phosphat. Aber auch Verunreinigungen wie Kupfer, Blei oder Medikamente werden zum größten Teil aus dem Wasser entfernt.

Besser wäre in diesem Zusammenhang also der Begriff teildurchlässig. Du kannst dir das wie ein ultrafeines Sieb vorstellen, durch das nur die reinen Wassermoleküle passen.

Osmoseanlage anschließen

  • Das richtige Anschließen deiner neuen Osmoseanlage ist kinderleicht. Die meisten Anlagen werden bereits komplett montiert geliefert. Das erspart dir das mühsame Anschrauben der Schläuche.Meine Dennerle Compact 130 Osmoseanlage
  • Möglicherweise ist bei dir die Membrane zum Schutz vor Austrocknung extra verpackt. Dann musst du sie vor der Inbetriebnahme auspacken.
  • Zuerst solltest du die Halterung an einer geeigneten Stelle in der Nähe eines Wasserhahns befestigen. Ich habe dazu ein altes Regal verwendet.
  • Wenn du keine Möglichkeit hast, deine Osmoseanlage fix zu installieren, montiere sie am einfachsten auf eine kleine Platte.
  • Drücke jetzt die Anlage in die Klammern.
  • Schließe den Schlauch mit dem Wasserhahnanschluss an einen Kaltwasserhahn mit ¾ Zoll.
  • Leite sowohl den Osmosewasserschlauch als auch den Restwasserschlauch in einen geeigneten Abfluss. Bei mir steht ein Fass für das Osmosewasser in einer Duschtasse im Keller. Da gibt es auch keine Probleme, wenn ich einmal vergesse, die Anlage abzustellen.
  • Wasserhahn öffnen
  • Alle Verbindungen auf Dichtigkeit prüfen
  • Ist alles in Ordnung, kannst du den Wasserhahn vollständig öffnen. Lass das Wasser jetzt erst mal 2-3 Stunden laufen. So lange dauert es, bis das Konservierungsmittel in der Membran restlos entfernt ist. Das Wasser darfst du nicht für dein Aquarium verwenden. Bei anderen Herstellern kann die Dauer unterschiedlich sein.
  • Nach Ablauf der 3 Stunden kannst du mit der Gewinnung von Osmosewasser beginnen.

Osmoseanlage Test

Um die richtige Funktion deiner Osmoseanlage zu testen, verwendest du am besten ein Leitwertmessgerät. Zuerst misst du den Leitwert deines Leitungswassers. Dann lässt du deine Anlage einige Minuten laufen und testest das Osmosewasser. Hat die Anlage den Leitwert um etwa 95 % gesenkt, arbeitet sie korrekt.

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Beispiel:

  • Leitungswasser: 500 µS
  • Osmosewasser: 15 µS
  • ergibt Reduktion: 97 %

In diesen Online-Rechner kannst du die Werte deines Leitungswassers und deines Osmosewassers einsetzen. Du siehst auf einen Blick, wie viel Prozent der Stoffe aus dem Wasser gefiltert wurden.

Langzeittest der Dennerle Osmoseanlage

Mittlerweile bereite ich das Wasser für meine Aquarien schon mehrere Jahre mit der Dennerle Compact 130 Osmoseanlage auf. Mit dieser reichen Erfahrung kann ich wohl von einem umfassenden Test sprechen.

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Wassermenge

Dennerle gibt für meine Anlage eine Leistung unter Praxisbedingungen von 70 bis 120 Liter/Tag bei einer Wassertemperatur von 10-15 °C an. Das entspricht voll und ganz meinen Erfahrungen. Mein Maischefass hat ein Volumen von 120 Liter und wird innerhalb eines Tages gefüllt.

Das Fass für das Osmosewasser sollte übrigens lebensmittelecht sein. So werden keine Schadstoffe wie etwa Weichmacher an das Wasser abgegeben.

BetriebEinfacher Wasseranschluss mit Verteiler

Wie du sehen kannst, habe ich an den Wasserhahn einen 2-Weg-Verteiler angeschlossen. Dadurch erspare ich mir das ständige An- und Abschrauben und habe immer einen Wasseranschluss frei.

Je nachdem, wie viel Aquarien ich laufen habe, verbrauche ich etwa 120 Liter Osmosewasser in 1-2 Wochen.

Bei jedem Start der Anlage lasse ich auch das Osmosewasser einige Minuten lang in den Abfluss laufen. Bei einem Test mit dem Leitwertmesser habe ich festgestellt, dass die ersten paar Liter nach der neuerlichen Inbetriebnahme immer höhere Werte zeigten.

Zusätzlich werden damit auch möglicherweise vorhandene Bakterien ausgespült.

Wartung

Um die Lebensdauer der Membrane zu verlängern, solltest du deine Osmoseanlage regelmäßig spülen. Das ist wirklich wichtig, weil die Membrane ziemlich teuer ist.

Spülung

Bei meiner Anlage nehme ich einfach den Durchflussbegrenzer ab und öffne den Wasserhahn. Der ganze Zauber ist in 15 Minuten erledigt. Danach muss ich natürlich den Durchflussbegrenzer wieder anschrauben.

Ich führe die Spülung etwa ein Mal pro Monat durch.

Tausch des Vorfilters

Der Vorfilter hat die Aufgabe, gröbere Partikel zurückzuhalten. Wenn du eine Abnahme der Durchflussleistung bemerkst, solltest du zuerst den Vorfilter testen.

Ich selbst musste den Vorfilter noch nie wechseln. Bei einer Wasserversorgung etwa aus einem Brunnen kann aber mehrmals im Jahr ein Austausch nötig sein.

Tausch des Aktivkohlefilters

Alle guten Osmoseanlagen sind mit einem Aktivkohlefilter ausgestattet. Leider ist bei diesem Filter ein Test nicht möglich.

Besonders wichtig ist dieser Aktivkohlefilter, wenn dein Leitungswasser gechlort ist. Das Chlor kann die Membrane zerstören. Da sich die Aktivkohle mit der Zeit erschöpft, muss der Filter bei gechlortem Wasser von Zeit zu Zeit ersetzt werden. Die Intervalle sind vom Chlorgehalt abhängig und liegen zwischen sechs Monaten und einem Jahr.

Da ich chlorfreies Leitungswasser zur Verfügung habe, ist in meiner Osmoseanlage auch noch der originale Aktivkohlefilter drin.

Austrocknen der Membran verhindernSchlauchkappe am Reinwasserschlauch

Die Membran ist das Kernstück deiner Osmoseanlage. Mit einer beschädigten oder verstopften Membran wird das Leitungswasser nicht mehr richtig gereinigt.

Deswegen solltest du die Membran abhängig von den Werten deines Leitungswassers regelmäßig spülen.

Besonders wichtig ist es, die Membran vor Austrocknung zu schützen. Bei meiner Anlage waren 2 Gummistopfen dabei. Mit diesen Abdeckungen verschließe ich den Osmose- und den Abwasserschlauch nach jedem Gebrauch.

Ergebnisse des Osmoseanlage Tests

Nach einigen Jahren Erfahrung mit meiner Osmoseanlage bin ich nach wie vor sehr zufrieden. Mein Leitungswasser hat einen Leitwert von ca. 240 µS (Mikrosiemens) bei einer Karbonathärte von 6 °dKH und einer Gesamthärte um die 9 °dGH.

Das sind Werte, die für die Pflege vieler Aquarienfische völlig in Ordnung sind. Mit der Umkehrosmose schaffe ich es, den Leitwert auf etwa 15 µS zu drücken. Das bedeutet, dass fast 94 % der gelösten Stoffe aus dem Wasser entfernt werden. Das sind jetzt knapp weniger als die versprochenen 95 %. Da meine Anlage aber schon einige Jahre auf dem Buckel hat, finde ich das Testergebnis noch immer einwandfrei.

Leitwert Leitungswasser Messgerät
Messung Leitwert Leitungswasser
Leitwert Osmosewasser Messgerät
Messung Leitwert Osmosewasser

Wie verwende ich das Osmosewasser?

Die Karbonathärte ist mit einem herkömmlichen Tröpfchentest nicht mehr nachweisbar. Daher nehme ich einen Wert von unter 1 °dKH an. Wie auch immer, die Eier meiner Prachtguramis bleiben haften und die Jungfische entwickeln sich gut. Deshalb brauche ich den Wert der dKH auch nicht auf 0,1 ° genau wissen.

Reines Osmosewasser verwenden

Immer wieder gibt es Berichte über die Gefährlichkeit von reinem Osmosewasser und den von vielen so gefürchteten Säuresturz.

Ich verwende in einigen Aquarien reines Osmosewasser, das mit Torf behandelt wurde. Die im Torf enthaltenen Huminsäuren bilden einen Puffer gegen zu plötzliche Änderungen des pH-Wertes. Zusätzlich kommt bei mir in jedes Weichwasseraquarium 1 Erlenzapfen auf 10 Liter Wasser.

Auf diese Weise lassen sich auch Becken mit einer sehr niedrigen Karbonathärte problemlos betreiben.

Natürlich sind diese Aquarien schwach besetzt und der wöchentliche Teilwasserwechsel ist Pflicht. Weiter will ich mich hier gar nicht zum Thema „Säuresturz“ äußern. Dazu findest du im Netz unzählige Beiträge, die teilweise in Religionskriege ausarten.

Ich beschreibe hier nur Dinge, die ich selbst erfolgreich getestet habe. Bei anderen kann die Sache schon wieder komplett anders aussehen.

Osmosewasser aufsalzen

Für eine ganze Reihe von Aquarienbewohnern ist reines Osmosewasser schädlich. Deswegen gibt es eigene Rezepturen etwa für Garnelen oder Fische aus dem Tanganjikasee.

Aber auch für ausgesprochene Weichwasserfische wie Diskus gibt es spezielle Salze.

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Wie sinnvoll das Aufsalzen wirklich ist, hängt stark von den jeweiligen Wasserwerten ab. Niemand wird abstreiten, dass man Garnelen oder Tanganjikabarsche nicht in reinem Osmosewasser halten kann.

Wenn dein Leitungswasser ungeeignet ist, kann der Einsatz der Umkehrosmose mit anschließender Salzzugabe durchaus notwendig sein.

Osmosewasser verschneiden

Das Mischen von Leitungswasser mit Wasser aus der Osmoseanlage nennt man auch „verschneiden“. Diese Methode bietet sich immer an, wenn dein Trinkwasser keine Verunreinigungen wie Nitrat, Kupfer oder andere Schwermetalle enthält.

Je nach den Bedürfnissen deiner Pfleglinge mischst du dein Osmosewasser mit mehr oder weniger Leitungswasser.

Die benötigten Mengen lassen sich relativ einfach berechnen. Entscheidend sind immer die Aquarium gewünschten Werte. Hier siehst du auf einen Blick, wie viel Liter Wasser du wechseln musst. Der Online-Rechner gilt für Karbonathärte und Gesamthärte ebenso wie für den Leitwert.

Wie du die richtige Osmoseanlage kaufst

Nicht jeder Aquarianer stellt die gleichen Ansprüche an seine Osmoseanlage. So brauche ich etwa 100-200 Liter Osmosewasser in der Woche. Deshalb reicht mir auch eine kleine Anlage.

Qualität und Lebensdauer der Osmoseanlage

Eine Osmoseanlage fürs Aquarium ist technisch nicht besonders aufwendig. Deshalb machst du auch keinen Fehler, wenn du das preisgünstigste Modell in der passenden Größe kaufst.

Die Lebensdauer ist entscheidend von der Wasserhärte und der regelmäßigen Wartung abhängig. Wie schon erwähnt, läuft meine Anlage bereits mehrere Jahre zu meiner vollen Zufriedenheit, ohne dass ich eine Komponente getauscht habe.

Finanziell ist es bei den meisten Anlagen fast egal, ob du den Vorfilter, den Aktivkohlefilter und die Membran austauschst oder ob du dir gleich eine neue Osmoseanlage kaufst. Für die Umwelt ist der Tausch der Komponenten allerdings sicher viel besser.

Wie viel Osmosewasser will ich produzieren?

Entscheidend beim Kauf einer Osmoseanlage ist natürlich die benötigte Wassermenge. Die preisgünstigen Anlagen produzieren unter optimalen Bedingungen zwischen 130 und 760 Liter Osmosewasser in 24 Stunden.

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Die Leistungsfähigkeit wird in „Gallons per day“ angegeben. 1 Gallone entspricht 3,785 Liter. Eine Anlage mit 50 GPD produziert also theoretisch 50 x 3,785 = 189,25 Liter Osmosewasser in 24 Stunden. In der Praxis kann der Wert auch stark abweichen. Die tatsächliche Leistung ist besonders von der Wassertemperatur und vom Druck abhängig.

Kann ich das Osmosewasser speichern?

Ich selbst komme problemlos mit der kleinen Dennerle Osmose Compact 130 aus. Die Anlage läuft etwa 20 Stunden, bis das 120-Liter-Fass voll ist. Damit ist mein wöchentlicher Bedarf auch schon gedeckt.

Wenn du keine Möglichkeit hast, das Osmosewasser zu sammeln und zu speichern, musst du vielleicht eine leistungsfähigere Osmoseanlage kaufen.

Welche Wasserwerte will ich erreichen?

Entscheidend für die benötigte Menge Osmosewasser ist neben der Beckengröße die Karbonathärte des Leitungswassers sowie die gewünschte Karbonathärte.

Willst du wissen, in welchem Verhältnis du Osmosewasser und Leitungswasser mischen musst, um eine bestimmte Karbonathärte zu erreichen? Dann kommst du um ein wenig Rechnen nicht herum. Außerdem brauchst du 2 Werte:

Die Karbonathärte deines Leitungswassers. Den Wert kannst du bei deinem Wasserversorger erfragen oder du benutzt einen handelsüblichen Tröpfchentest.

Die Rückhalterate deiner Osmoseanlage. Diese beträgt üblicherweise 95-98 %. Das bedeutet, nur 2-5 % der Härtebildner verbleiben im Wasser.

Angenommen, du brauchst für einen Wasserwechsel im Aquarium 100 Liter Wasser mit 4 °dKH. Dein Leitungswasser hat aber 20 °dKH. Die Rückhalterate deiner Osmoseanlage kann vereinfacht mit 95 % angenommen werden. Welches Mischungsverhältnis von Osmosewasser zu Leitungswasser ergibt sich also?

Ohne genauer auf die Formel eingehen zu wollen, lautet das Ergebnis:

  • Osmosewasser: 84 Liter
  • Leitungswasser: 16 Liter

Die lästige Rechenarbeit kannst du dir aber ganz ersparen. Verwende ganz einfach unseren praktischen Online-Rechner für Karbonathärte. Der Rechner funktioniert übrigens ebenso gut für die Gesamthärte und den Leitwert.

Übrigens brauchst du es beim Verschneiden von Osmosewasser nicht übermäßig genau zu nehmen. Deinen Fischen ist es völlig egal, ob die Karbonathärte 3,8, 4 oder 4,3 °dKH beträgt.

Wie viel Osmosewasser kann die Anlage produzieren?

Abhängig von deinem Wasserbedarf ist natürlich die Leistung deiner Osmoseanlage von Bedeutung. Wie bereits erwähnt, finde ich mit der Anlage von Dennerle mit einer Nennleistung von 130 Liter in 24 Stunden problemlos das Auslangen.

Je mehr Wasser du brauchst, desto größer sollte die Anlage sein. Es hat aber keinen Sinn, 500 Liter Osmosewasser am Stück zu produzieren und die Anlage dann 2 Monate nicht zu verwenden. Das schadet nur der Membrane und fördert zudem die Verkeimung.

Verhältnis Osmosewasser zu Abwasser

Der Begriff „Abwasser“ ist nicht ganz richtig. Das Wasser wird durch den Vorgang der Umkehrosmose ja nicht verschmutzt. Es findet nur eine Konzentration der Stoffe statt, die ohnehin im Leitungswasser enthalten sind.

Für meine Anlage gibt Dennerle einen Wert von 1:4 an. Das heißt, für 1 Teil Osmosewasser fallen 4 Teile Abwasser an. Genau gemessen habe ich das Verhältnis noch nie. Es kommt aber ungefähr hin.

So viel Abwasser kann den Wasserverbrauch schon ordentlich in die Höhe treiben. Da mein Leitungswasser einen Leitwert von etwa 240 µS hat, kann ich das Abwasser aber auch noch als Gießwasser für die meisten Blumen nützen. Der Rest dient dazu, den Gartenteich aufzufüllen. So halten sich die zusätzlichen Kosten in Grenzen.

Du kannst auch Osmoseanlagen mit einem Abwasserverhältnis von 1:2 oder gar 1:1 kaufen. Diese Werte werden in der Regel durch Druckerhöhungspumpen oder Durchflussbegrenzer erreicht.

Allerdings können diese Abwasserverhältnisse auch zu einem stärkeren Zusetzen und einer geringeren Lebensdauer der Membran führen. Folglich spülst du deine Osmoseanlage öfter und länger oder du musst die Membran öfter ersetzen. Finanziell gibt es also keinen großen Unterschied.

Auch das Argument Wasserverschwendung zieht bei mir nicht. In Deutschland gibt es schlicht und ergreifend keine Knappheit von Trinkwasser.

Verfügbarkeit von Ersatzteilen

Viele der Osmoseanlagen für zuhause gleichen sich zumindest äußerlich verblüffend. Deswegen liegt die Vermutung nahe, dass sich auch das Innenleben wie Vorfilter, Aktivkohlefilter und Membran nicht unterscheidet.

Dazu habe ich allerdings keine Erfahrungswerte. Trotzdem denke ich, dass der Kauf von Ersatzteilen jederzeit problemlos möglich ist.

Einfache Montage

Viele Osmoseanlagen für zuhause kommen bereits fertig zusammengebaut. Du kannst die Anlage also sofort an einer geeigneten Stelle montieren und an den Wasserhahn anschließen.

Jetzt brauchst du nur mehr ein Gefäß zum Sammeln des Osmosewassers und einen Ablauf für das Abwasser.

Osmosewasser und der pH-Wert

In den meisten Fällen ist mit der Verwendung von Osmosewasser auch eine Senkung des pH-Wertes erwünscht. Eine logische Forderung, da das Wasser in der Heimat vieler Aquarienfische weich und sauer ist.

Welchen pH-Wert hat Osmosewasser?

In der Theorie sollte Osmosewasser ebenso wie destilliertes Wasser chemisch neutral sein, also einen pH-Wert von 7 haben. In der Praxis kann der pH-Wert aber durch das im Leitungswasser enthaltene CO₂ deutlich im sauren Bereich liegen.

Dieses CO₂ entweicht aber mit der Zeit und es stellt sich ein pH-Wert von annähernd 7 ein. Wenn du nicht so lange warten willst, kannst du dein Osmosewasser mit einem Sprudelstein belüften. Das treibt das CO₂ zuverlässig aus.

Eine einigermaßen genaue pH-Wert Messung von derartig weichem Wasser mit handelsüblichen Tröpfchentests oder preisgünstigen Messgeräten ist schlicht und einfach nicht möglich.

Deswegen kannst du dich als Anhaltspunkt an folgende Formel halten: Eine Halbierung der Karbonathärte senkt den pH-Wert um 0,3 Einheiten.

Ein Beispiel:

Ausgangswasser:

  • dKH: 16
  • pH: 8

ergibt bei Senkung auf:

  • dKH: 8; 4; 2
  • pH: 7,7; 7,4; 7,1

Bei dieser Rechnung wird vorausgesetzt, dass die sonstigen Bedingungen gleich bleiben.

Eine weitere Senkung des pH-Wertes erreichst du mit einer CO₂-Düngung. Aber Vorsicht! Der CO₂-Gehalt deines Aquariumwassers sollte bei einem bepflanzten Becken optimal bei 20 mg/l liegen und nicht über 30 mg/l ansteigen.

Außerdem verfügt reines Osmosewasser über keinerlei Puffer. Deshalb kann schon eine geringe Zufuhr von CO₂ den pH-Wert stark senken. Deswegen verwende ich eine CO₂-Düngeanlage nur bei Wässern mit einer Karbonathärte von über 3 °dKH.

Die Konzentration von Kohlendioxid im Wasser lässt sich bei bekannten Werten von pH und dKH rechnerisch ermitteln. In der folgenden Tabelle siehst du die wichtigsten Werte auf einen Blick.CO2-Gehalt in Abhängigkeit von KH und pHIch senke den pH-Wert mit Torf. Im Fass mit dem Osmosewasser schwimmen ständig zwei mit Torf gefüllte Nylonstrümpfe. Den Torf erneuere ich etwa alle 4 Wochen.

Natürlich bin ich mir der Umweltproblematik des Torfabbaus bewusst. Aber mit dem Verbrauch von gerade mal 2 Säcken pro Jahr kann ich gut leben.

FAQ – häufig gestellte Fragen

Bei welchen Wasserwerten brauche ich eine Osmoseanlage?

Unabhängig von den Werten deines Leitungswassers empfiehlt sich eine Osmoseanlage bei allen empfindlichen Fischen und Garnelen (z. B. Diskus, Prachtguramis, Bienengarnelen). In vielen Fällen ist die Verwendung von Osmosewasser besonders bei der Zucht zu empfehlen.

Heißes oder kaltes Wasser für die Osmoseanlage?

Optimal für die Leistung und Effizienz ist eine Temperatur von 25 °C. In der Bedienungsanlage meiner Osmoseanlage ist eine Betriebstemperatur von maximal 25 °C angegeben. Kurzfristig sind auch 30 °C möglich, aber nicht empfehlenswert. Zu heißes Wasser zerstört unweigerlich die Membran.

Allerdings hat die Osmoseanlage bei warmem Wasser ein besseres Abwasserverhältnis. Das bedeutet, im Vergleich zum Osmosewasser fällt weniger Abwasser an.

Ich halte den Betrieb mit Warmwasser auch für Energieverschwendung. Schließlich muss das Leitungswasser erst auf 25 °C aufgeheizt werden.

Anders liegt die Sache, wenn du das Wasser mit deiner eigenen Solaranlage erwärmen kannst. Dann fallen keine zusätzlichen Kosten an. Achte aber darauf, dass die Wassertemperatur von 25 °C nicht überschritten wird.

Wie oft muss die Membran getauscht werden?

Das lässt sich nicht exakt sagen, da zu viele Variablen im Spiel sind. Etwa die Wasserhärte, wie oft die Anlage in Betrieb ist oder wie sorgfältig sie gewartet wird. In jedem Fall solltest du über eine neue Membran nachdenken, wenn einer dieser Fälle eintritt:

  • Der Wasserdurchfluss lässt deutlich nach. In diesem Fall ist die Membran verstopft. Wenn auch eine gründliche Spülung nicht mehr hilft, wird eine neue Membran fällig.
  • Der Leitwert steigt an. Dann solltest du erst mal dein Leitungswasser messen. Wenn der Leitwert hier unverändert ist, liegt es an der Membran. Entweder sie hat ein Loch oder die Poren haben sich erweitert und lassen zu viele unerwünschte Stoffe durch. Auch in diesem Fall kommst du über eine neue Membran nicht herum.

Wartung der Osmoseanlage

Damit die Membran möglichst lange fit bleibt, musst du deine Anlage regelmäßig spülen. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du dich an die Vorgaben des Herstellers hältst.

Weitere Wartungsarbeiten sind nicht nötig.

Mit den Spülungen funktioniert meine Osmoseanlage seit vielen Jahren völlig klaglos.

Kann die Osmoseanlage Nitrat reduzieren?

Das Nitratmolekül (NO3) ist zu groß, um die Membran zu passieren. Deswegen wird Nitrat ebenso wie viele andere Stoffe um etwa 95 % reduziert.
Rückhaltevermögen semipermeable Membran

Deshalb ist eine Osmoseanlage auch bestens geeignet, um nahezu nitratfreies Wasser zu produzieren.

Wie hoch muss der Wasserdruck sein?

Handelsübliche Osmoseanlagen sind für einen Wasserdruck von etwa 3 bis 8 bar ausgelegt. Meine Anlage, die Osmose Compact 130 von Dennerle, verträgt laut Betriebsanleitung 3 bis 6 bar.

In Deutschland liegt der Druck des Leitungswassers normalerweise bei etwa 4 bar. Wenn du einen Wasserdruck von unter 3 bar hast, kannst du deine Osmoseanlage mit einer Boosterpumpe (Druckerhöhungspumpe) betreiben. Das ist aber nur in den seltensten Fällen nötig.

Mit einem höheren Druck lässt sich aber das Verhältnis von Osmosewasser (Permeat) zu Abwasser verbessern. Wie weit das nötig und erwünscht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Völlig automatisch funktioniert die Druckerhöhung mit einer Osmoseanlage mit integrierter Druckerhöhungspumpe.

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